5 Fragen an die Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg
Kinder und Jugendliche wachsen in einer Welt auf, in der digitale Medien, gesellschaftliche Konflikte und neue Formen von Gewalt ihren Alltag prägen. Wie kann Kinder- und Jugendschutz darauf reagieren – und was brauchen Fachkräfte, Eltern und Einrichtungen, um junge Menschen wirksam zu schützen und zu stärken? Fünf Fragen an die Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg (AKJS) über aktuelle Herausforderungen, wirksame Prävention und die Bedeutung von Teilhabe und Demokratiebildung.
- Was ist die Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg (AKJS) und welchen Beitrag leistet sie zum Schutz und zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen im Land Brandenburg?
Die Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e. V. (AKJS) ist eine landesweit tätige Fachstelle für Kinder- und Jugendschutz. Unter dem Motto „Schutz beginnt mit Wissen“ stärkt sie junge Menschen in ihrem Recht auf ein gutes und sicheres Aufwachsen. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Jugendmedienschutz, Gewaltprävention und Suchtprävention.
- An wen richten sich die Angebote der AKJS und wie unterstützen Sie Fachkräfte, Einrichtungen und weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren dabei, Kinder und Jugendliche zu stärken und zu schützen?
Die Angebote richten sich an Fachkräfte, Einrichtungen und Multiplikatoren, die mit Kindern, Jugendlichen und Familien arbeiten. Dazu gehören unter anderem Jugendhilfe, Schule, Kita, Beratung, Prävention und ehrenamtliche Strukturen. Die AKJS unterstützt sie durch Fortbildungen, Fachberatung, Informationsveranstaltungen, Materialien und praxisnahe Präventionsangebote.
- Welche Themen und Herausforderungen begegnen Ihnen derzeit in Ihrer Arbeit besonders häufig – etwa im Bereich Medienkompetenz, Gewalt- und Extremismusprävention oder Demokratieförderung?
Aktuelle Herausforderungen sind unter anderem Hass und Gewalt im Netz, Cybermobbing, Desinformation, problematische Mediennutzung und sexualisierte Gewalt im digitalen Raum. Auch Gewalt- und Extremismusprävention sowie die Stärkung demokratischer Kompetenzen gewinnen an Bedeutung. Fachkräfte benötigen Orientierung und konkrete Handlungsmöglichkeiten, um angemessen auf diese Entwicklungen reagieren zu können.
- Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit anderen Akteurinnen und Akteuren für Ihre Arbeit und welche Rolle spielen Netzwerke dabei?
Wirksamer Kinder- und Jugendschutz ist eine gemeinsame Aufgabe verschiedener Fachbereiche und Institutionen. Netzwerke ermöglichen den Austausch von Erfahrungen, die Bündelung von Fachwissen und die Entwicklung abgestimmter Unterstützungsangebote. Die Zusammenarbeit mit Einrichtungen, Beratungsstellen, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ist daher ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der AKJS.
- Warum ist es aus Sicht der AKJS wichtig, Kinder- und Jugendschutz mit Demokratiebildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt zusammenzudenken?
Kinder und Jugendliche brauchen Schutz, aber auch Möglichkeiten zur Mitbestimmung und gesellschaftlichen Teilhabe. Demokratiebildung stärkt ihre Urteilsfähigkeit, Empathie und Verantwortung gegenüber anderen. Kinder- und Jugendschutz trägt damit auch zu einem respektvollen Miteinander und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.
Schutz, Stärkung und Teilhabe gehören zusammen. Die AKJS Brandenburg unterstützt Fachkräfte und Einrichtungen dabei, Kinder und Jugendliche sicher zu begleiten und ihnen Räume für Mitbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe zu eröffnen.
